Die Rohfütterung von Hunden und Katzen soll äußerst gefährlich sein.
Sicherlich haben die meisten Hunde- und KatzenhalterInnen den einen oder anderen Bericht gelesen, wenn es einen Rückruf von Fertigfutter gegeben hat. Nun ist es aber amtlich, zumindest stand es neulich einmal in einer Zeitung, dass es solche Skandale auch im BARF-Bereich (Rohfütterung mit Fleisch / Obst / Gemüse / Getreide) gibt.
Da ich immer wieder von verschiedenen Seiten gehört oder gelesen habe, wie gefährlich die Rohfütterung ist, habe ich mal ein paar Informationen aus der jüngsten Geschichte gesammelt. Ich möchte hier nicht mit langweiligen Zahlen aufwarten – bei Bedarf kann sich ja jeder selbst auf die Suche machen.
Zusammenfassung
Während die Hauskatze seit Beginn der Fertigfütterung an Population weltweit zunahm, ist die der Wildkatzen stark zurück gegangen – Löwe, Tiger und Co. sind mittlerweile vom Aussterben bedroht.
Nicht anders sieht es bei den Wölfen aus. Seit Einführung des Hundefertigfutters stieg die Population der Haushunde immens an, die der Wölfe reduzierte sich parallel dazu.
Beschäftigt man sich mit den im rohen Fleisch vorhandenen Krankheitskeimen und sieht sich an, dass immer mehr Raubtiere vom Aussterben bedroht sind, dann kann man nur davon abraten, seinen Hund oder seine Katze als deren Nachfahren natürlich zu ernähren. Es könnte sie sonst das gleiche Schicksal ereilen.
Überflüssig zu erwähnen, dass wir als einziges Lebewesen mit Verstand natürlich mehr wissen und können als die Natur. Wir können es besser als sie, weil wir wissen, wie das Leben und die Natur funktionieren. Wir können das Futter für Tiere so herstellen, dass die individuellen Bedürfnisse jedes einzelnen Tieres mit einem Standardfutterpackage, egal ob Tüte oder Dose, gedeckt werden, egal ob es mehr oder weniger von einem Nährstoff braucht als ein anderes Tier der gleichen Gattung. Und selbstverständlich können die künstlichen Stoffe auch viel besser verstoffwechselt werden als die in der Natur vorkommenden, sonst würden sie ja von den Experten der Futtermittelindustrie nicht eingesetzt werden.
Spezialfutter
Unsere Tiere haben auch einen enormen Vorteil uns Menschen gegenüber. Haben wir bestimmte Krankheiten, müssen wir unser Essen selber zubereiten, damit wir ausreichend Stoffe von der einen Sorte bekommen und nicht zu viel von der anderen. Das geht bei uns eben nur, wenn wir die Zutaten selber kaufen und zubereiten - fertig gibt es da nichts beim Hausarzt.
Bei Hunden und Katzen ist das anders. Für jede Lebenslage (Junior, Adult, Senior, sportlich, unsportlich etc.) und bei vielen häufig vorkommenden Erkrankungen gibt es ein geeignetes Fertigfutter.
Dass Allergiefutter und Diätfutter für Hunde viele Kohlenhydrate in Form von Getreide und Pseudogetreide enthält, obwohl diese bei Menschen als Allergieauslöser und Ursache von Übergewicht bekannt sind, hat sicherlich mit der Interpretation einer Studie* zu tun. Sowohl die Futtermittelhersteller als auch viele TierärztInnen schließen aus der Studie, dass Hunde Kohlenhydrate sehr gut verstoffwechseln können bzw. sogar brauchen.
* Der Vollständigkeit halber möchte ich erwähnen, dass es auch andere Interpretationsmöglichkeiten dieser Studie gibt, dass die Studie stark kritisiert wurde und dass der Studienleiter ein Jahr später an einer weiteren Studie teilnahm, die zu einem anderen Ergebnis gekommen ist.
Leider habe ich keine Information dazu gefunden, ob es eine entsprechende Studie in Bezug auf Katzen gibt. Auch das genannte Spezialfutter für sie enthält viele Kohlenhydrate.
Da dieses Futter ja von verantwortungsvollen Herstellern produziert und von TierärztInnen in deren Praxen verkauft wird, muss es das Optimale für unsere Haustiere sein. Kann es ein besseres Qualitätsmerkmal geben, als dass ein Produkt ausschließlich in einer Praxis verkauft wird? Ich frage mich nur, warum es das für Menschen bei ihrem Hausarzt nicht gibt.
Wenn Spezialfutter, wie Allergiefutter, Diätfutter, Nierenfutter etc., nicht den gewünschten Erfolg bringen, dann kann auch keine andere Ernährung helfen. Denn nur Futtermittelhersteller und ÄrztInnen wissen, was gut für unsere Tiere ist. Na ja, manche ÄrztInnen und viele TierheilpraktikerInnen scheinen das nicht zu wissen, denn sie sehen natürliche Nahrung als die Grundlage von Gesundheit und Basis einer erfolgreichen Behandlung an.
Schlussbemerkung (immer noch ironisch!)
Ich fasse noch mal zusammen: seit Einführung des Fertigfutters ist die Anzahl der in privaten Haushalten lebenden Hunde und Katzen weltweit angestiegen, während die Wildtiere parallel dazu vom Aussterben bedroht sind. Natürliche Ernährung kann dann wohl kaum sinnvoll sein, oder?